Leider konnten wir beim letzten Treffen des Arbeitskreises Bus und Bahn nicht dabei sein. Trotzdem wurden unsere Fragen an die Rheinbahn weitergeleitet. Vor ein paar Tagen habe ich mit einem Mitarbeiter der Rheinbahn (Herr Aust) telefoniert und er hat sich fast eine Stunde Zeit genommen. Er hat alle Fragen beantwortet und erklärt.

Frage: Mit Rollstühlen oder Rollatoren kommt man schwer über Bahnübergänge. Das sind die Stellen, an denen man über die Gleise laufen muss, wenn man qauf die andere Straßenseite geht. Man bleibt leicht mit reifen in den Schienen hängen. Kann man das ändern? Antwort: Herr Aust wusste nicht, dass es schwer ist darüber zu gehen. Alle Schienen haben eine Rille, wo Reifen hängen bleiben können. Aber es hat sich noch niemand bei der Rheinbahn beschwert. Er fragt mal andere Menschen, die mit Schienen arbeiten. Vielleicht kennen die eine Lösung.

Frage: Ein Hoch-Bahnsteig an der Haltestelle Opladener Straße fehlt. Hoch-Bahnsteige sind die Haltestellen, wo Rollstuhlfahrer gut in alle Bahnen kommen. Antwort: Es gibt ein Personenbeförderungs-Gesetz. Das Gesetz sagt der Rheinbahn, wie Busse und Bahnen aussehen müssen und was sie können müssen. Das Gesetz sagt, dass es wichtig ist, dass jeder die Busse und Bahnen benutzen kann. Damit alle Menschen mit Beeinträchtigung mit Bus oder Bahn fahren können, muss sich vieles ändern. Viele Haltstellen müssen umgebaut werden und das dauert oft lange. Die Haltestellen werden nach einander umgebaut. Die Haltstellen stehen unten auf der Liste. Die oberste wird zuerst umgebaut und die unterste zuletzt.

Auf der Abbildung ist eine Rangliste zu erkennen, nach der die Haltestelle in einer bestimmten Reihenfolge zu Hochbahnhöfen umgebaut werden.
Die Haltestelle „Opladener Straße“ ist auf Rang 10 von 28.
Bildquelle

Frage: Die Bahnen sind unpünktlich. Wie weiß ich, wann meine Bahn fährt? Antwort: Alle Haltestellen zwischen Holthausen und dem Werstener Kreuz haben über Dynamische Fahrgastinformations-Anzeigen. Bei der Rheinbahn nennen sie das, DyFa. Das spricht man so aus: Düfa. Das ist die Anzeige an einer Haltestelle, auf der sich der Text immer wieder ändert. Da steht, wann die nächste Bahn kommt und wenn eine Bahn ausfällt.

Und die DyFa sind toll, denn die neuen DyFa können sprechen. Sie klicken, damit Menschen mit Seh-Beeinträchtigung sie finden. Dann kann man einen Knopf drücken und dann sagt die DyFa, wann die nächste Bahn fährt. Das ist gut für Menschen, die nicht gut sehen oder lesen können. Aber das gibt es nicht an allen Haltestellen.

Frage: Die Schlaue Nummer 01806.504030 kostet Geld, wenn man da anruft. Gibt es auch eine kostenlose Nummer? Antwort: Es gibt einen sprechenden Fahrplan unter der Nummer 08003 50 40 30. Wer diese Telefon-Nummer anruft, kann den Fahrplan hören und muss ihn nicht lesen.

Wir haben eine Idee: Die Rheinbahn bietet einen Begleit-Service an. Das wird so ausgesprochen: Begleit-Sörwis. Das sind Menschen, die jemanden zum Beispiel zu Hause abholen. Dann fahren sie mit einem zu dem Ort, wo man hin möchte. Und hinterher können sie einen auch wieder abholen und zurück bringen. Antwort: Viele Menschen wissen nicht, dass es den Begleit-Service gibt. Auf der Internetseite steht, dass es den Service gibt. Aber die Internetseite ist schwer zu verstehen und schwer zu finden.   Die Internetseite wird immer wieder verbessert. Sie werden den Begleit-Service da besser zeigen.

28. Juni 2019

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