Pop-up Weihnachtsfeier stimmt auf Heiligabend ein

Das Knistern ist zu hören und auch die Feuer sind zu sehen, die für die Pop-up Weihnachtsfeier vom inklusiven Nachbarschaftsgarten Gemeinsam wachsen! der In der Gemeinde leben gGmbH (kurz: IGL) angezündet wurden.

Draußen auf dem Gelände der Freizeiteinrichtung Icklack stehen die Feuerschalen für das Stockbrot, die Maronen und zum Warmhalten für die Gäste bereit und die zahlreichen Besucher suchen deren Nähe auf. Überall gibt es Stühle und Bänke zum Sitzen, Quatschen und Überlegen, worauf jeder Appetit hat. Das Tageslicht verschwindet langsam an diesem angenehm kühlen Nachmittag und verbreitet so mit den Mandarinen, den selbst gebackene Plätzchen und sonstigen weihnachtlichen Accessoires gemütliche winterliche und festliche Stimmung. 

Christina hält einen langen Ast ins Feuer und versucht, aus dem weichen Teig knuspriges Stockbrot zu backen, während Anni neben ihr sitzt, grillen lässt, und darauf wartet, dass sie probieren kann. Zeitgleich erprobt Dirk das neue Feuerwaffeleisen.

Sabine singt später mit dem IGL-Chor, „vorher esse ich aber noch eine Waffel und habe Lust auf einen Punsch und Maronen“. 

Auch für Ernst gehört bei solch einem Besuch immer etwas Leckeres zum Essen dazu, wie Freizeitbegleiter Detlef berichtet. Seit 13 Jahren unternimmt Detlef Ausflüge mit verschiedenen Klienten:innen der IGL und berichtet, dass Kaffee & Kuchen bei allen sehr beliebt sind. Weiterhin möchte er ihnen bei jeder Tour Anregungen von außen mitgeben und findet es wichtig, dass sie auch etwas von der Natur sehen.

Heute war Ernst aber schon satt, weil er vorher ein Mettbrötchen gegessen hatte und die Feier nutzen wollte, um mit Freunden zu sprechen, die er nicht so oft sieht. Gefallen hat Ernst in diesem Jahr auch ein Ausflug zum Weihnachtshaus in Langenfeld, das durch seine mehr als auffällige und üppige Weihnachtsbeleuchtung immer wieder ein toller Anblick ist.

Susanne Dickel versorgt die Gäste mit leckerem Punsch- bzw. Glühwein und auch am Waffelstand von Susanne ist viel los – beide sind von der Initiative platzgrün!. Stefan ist etwas ungeduldig und will wissen, ob schon eine fertige Waffel da ist, wird aber ganz kurz vertröstet.

Hilde wohnt ganz in der Nähe und ist zur Feier gekommen, weil sie einen Punsch in netter Gesellschaft trinken möchte. „Eine Waffel schaffe ich aber bestimmt auch noch“, ergänzt sie.

Benjamin Freese, Projektleiter bei der IGL und Organisator, macht kurz vor dem Auftritt Werbung für den IGL-Chor, damit jeder ein Textheft bekommt und auf jeden Fall alle Gäste mitsingen können. 

Der Bauwagen bietet eine schöne Kulisse für den IGL-Chor, der mit Liedern wie „Let it snow“, „Santa Claus is coming to town“ oder „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ stimmungsvoll auf Heiligabend einstimmt. Elisabeth und Heiko gehören mit zu den Initiatoren des inklusiven Singkreises und freuen sich sehr über die Unterstützung von Tenor Sandro Hähnel, der an diesem Abend spontan mit dem Akkordeon vorbeigekommen ist, und Chorleiterin Christine Tews an der bunt beleuchteten Gitarre und Flemming an der zweiten Gitarre unterstützt. Der Chor geht auf die Initiative von Klienten:innen der IGL zurück, steht aber allen offen. „Jeder, der mitsingen will, darf sich bei mir melden“, ergänzt Christine Tews. 

Die Kinder Fernando (10) und Esilya (11) von der Freizeiteinrichtung Icklack und ihre Betreuer:innen  singen bei „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ oder „Alle Jahre wieder“ engagiert mit.

Nach 12 offiziellen Liedern ist noch immer nicht Schluss und es gibt noch weitere spontane Zugabe. Einige Kinder singen auch nach dem Auftritt noch mit Christine, Sandro und Heiko weiter.

Die „Schnelle Elle“ ist auch vor Ort, denn Rikschafahren macht Daniel im Winter genau so viel Spaß wie den Klienten:innen – auch, auch wenn es nur für die Mitfahrenden warme Decken gibt.

Dieser friedliche und gesellige Abend verabschiedete alle Gäste und das Team des inklusiven Nachbarschaftsgartens zufrieden in den kommenden, vierten Advent und die bevorstehenden Weihnachtstage.

Das Gelände der Kinder- und Jugendfreizeitstätte bleibt bis zum 4. Januar geschlossen. Ab Montag, den 5. Januar öffnet der Nachbarschaftsgarten wieder ganz regulär.

Text: Sandra / Fotos: Benjamin

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